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Weihnachtsessen · Adaption eines traditionellen Rezepts

Weihnachtsgans: knusprig gebraten, mit Äpfeln und Soße

Klassische Weihnachtsgans mit Apfel-Zwiebel-Füllung, knuspriger Haut und dunkler Soße aus dem Bratensatz. Mit Gewicht pro Person, Auftauzeit, Backofen-Zeiten, Kerntemperatur und einem Ablauf für den Heiligabend.

Adaption eines traditionellen Rezepts, mit eigenen Worten aufgeschrieben. Jeder Ofen ist anders: Das Thermometer ist verlässlicher als die Uhr.

Vorbereitung
40 Min.
Bratzeit
3 Std. 30 Min.
Gesamt
4 Std. 50 Min.
Ergibt
1 Gans (4,5 kg) für 6 Personen

Zutaten

Portionen6
  • Gans
  • 4500 gküchenfertige Gans, ohne Innereien, falls tiefgekühlt vollständig aufgetaut
  • 30 gSalz
  • 2 TLgetrockneter Majoran
  • 1 TLschwarzer Pfeffer
  • Füllung
  • 500 gsäuerliche Äpfel, geviertelt, entkernt
  • 2Zwiebeln, geviertelt
  • 1 ELBeifuß, getrocknet, oder Majoran
  • Soße
  • 500 mlheißes Wasser, für die Fettpfanne
  • 200 mlRotwein oder Geflügelfond
  • 1 ELSpeisestärke, mit 2 EL kaltem Wasser angerührt

Zubereitung

  1. 1

    Eine tiefgekühlte Gans 2 bis 3 Tage im Kühlschrank auftauen, in der Verpackung auf einem Blech, damit nichts tropft. Nicht bei Raumtemperatur auftauen.

  2. 2

    Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen. Die Gans kalt abspülen, trocken tupfen, Fett am Bürzel und Fettstücke an der Öffnung abschneiden (sie lassen sich zu Gänseschmalz auslassen). Die Flügelspitzen abtrennen.

  3. 3

    Die Haut an Brust und Keulen mit einer Gabel mehrfach einstechen, ohne ins Fleisch zu stechen: So läuft das Fett aus und die Haut wird knusprig.

  4. 4

    Innen und außen mit Salz, Majoran und Pfeffer einreiben. Mit Äpfeln, Zwiebeln und Beifuß füllen und die Öffnung mit Zahnstochern oder Küchengarn verschließen.

  5. 5

    Die Gans mit der Brust nach oben auf den Rost über die Fettpfanne legen, das heiße Wasser in die Fettpfanne gießen. Auf der unteren Schiene 1 Stunde braten.

  6. 6

    Das ausgetretene Fett mit einem Löffel abschöpfen. Danach alle 30 Minuten die Gans mit Bratflüssigkeit übergießen; bei Bedarf Wasser nachgießen. Nach insgesamt etwa 2 Stunden die Haut mit etwas Salzwasser bestreichen.

  7. 7

    Die Kerntemperatur mit einem Fleischthermometer in der dicksten Stelle der Keule messen (nicht am Knochen): Sie sollte mindestens 80 bis 85 °C erreichen, mindestens 74 °C sind Sicherheitsminimum. Nach 3 bis 3,5 Stunden ist die Gans meist gar. In den letzten 10 Minuten auf 220 °C stellen, damit die Haut knusprig braun wird.

  8. 8

    Die Gans herausnehmen und zugedeckt 20 Minuten ruhen lassen. Den Bratensatz mit dem Wein oder Fond lösen, aufkochen, durch ein Sieb geben, entfetten und mit der angerührten Stärke binden. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Woran du erkennst, dass sie fertig ist

Die Keule hat mindestens 80 bis 85 °C Kerntemperatur, der austretende Saft ist klar, nicht rosa, und die Haut ist gleichmäßig braun und knusprig. Ist die Haut zu früh dunkel, locker mit Alufolie abdecken.

Hinweis

Aufgetaute Gans nicht wieder einfrieren. Hände, Brett und Messer nach dem Kontakt mit rohem Geflügel gründlich waschen. Gans erst servieren, wenn sie in der dicksten Stelle der Keule mindestens 74 °C erreicht hat; für zarte Keulen ist 80 bis 85 °C üblich.

Was du vorbereiten kannst

Auftauen ab dem 21. oder 22. Dezember im Kühlschrank (der Zeitplan hängt meist daran). Salzen und Würzen kannst du am Vorabend, die Gans bleibt dann abgedeckt im Kühlschrank. Äpfel, Zwiebeln und die Soßenzutaten kannst du ebenfalls vorbereiten. Am Heiligabend: Gans um 14:00 in den Ofen, dann essen um 18:30.

Aufbewahren und Einfrieren

Reste innerhalb von 2 Stunden in den Kühlschrank und innerhalb von 3 Tagen aufessen. Aufgewärmt wird die Gans bei 150 °C, abgedeckt, mit etwas Soße. Eingefroren (in Scheiben, mit Soße) 2 bis 3 Monate. Das aufgefangene Fett (Gänseschmalz) hält sich im Kühlschrank mehrere Wochen.

Tipps

  • Rechne 700 bis 800 g küchenfertige Gans pro Person (viel Knochen und Fett). Eine Gans von 4,5 kg reicht für 6 Personen, 6 kg für etwa 8.
  • Das Fett nie wegschütten: Es ist ideal für Bratkartoffeln oder Gänseschmalz-Brot am zweiten Feiertag.
  • Klassische Beilagen sind Rotkohl, Klöße (Kartoffel- oder Semmelknödel) und Maronen oder Bratäpfel. Rotkohl und Klöße lassen sich vorbereiten, den Rotkohl sogar am Vortag kochen.
  • Wer wenig Zeit hat, schneidet die Gans in Keulen und Brust und gart sie getrennt: Keulen brauchen etwa 2 Stunden, die Brust etwa 1 Stunde.

Allergene

  • Sulfite (Wein)
  • Bei Fertigfond: Etikett prüfen (kann Sellerie, Gluten oder Milch enthalten)

Bitte immer die Etiketten der gekauften Zutaten prüfen.

Häufige Fragen

Wie lange muss eine Weihnachtsgans im Ofen bleiben?

Bei 180 °C Ober-/Unterhitze etwa 3 bis 3,5 Stunden für 4,5 kg. Die Zeit hängt vom Gewicht ab; am besten mit Fleischthermometer arbeiten und die Keule auf 80 bis 85 °C bringen.

Wie viel Gans pro Person?

700 bis 800 g küchenfertiges Gewicht pro Person, weil Knochen und Fett viel wiegen. Eine 4,5-kg-Gans reicht für 6 Personen, 5,5 bis 6 kg für 7 bis 8.

Wie wird die Gans knusprig?

Haut mit einer Gabel einstechen, die Gans im Ofen auf dem Rost braten, Fett abschöpfen, nach 2 Stunden mit Salzwasser bestreichen und in den letzten 10 Minuten auf 220 °C hochstellen.

Wie lange muss eine Gans auftauen?

Eine 4,5-kg-Gans braucht im Kühlschrank 2 bis 3 Tage. Für das Essen am 24. Dezember am besten am 21. oder 22. Dezember aus dem Gefrierfach nehmen.

Kann ich die Gans am Vortag vorbereiten?

Ja: salzen und würzen, abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Das Füllen und Braten dann erst am Festtag. Eine komplett vorgebratene Gans zum Aufwärmen wird meist trockener.

Was serviert man zur Weihnachtsgans?

Klassisch Rotkohl, Kartoffel- oder Semmelknödel, Maronen oder Bratäpfel und dunkle Soße. Rotkohl lässt sich am Vortag kochen und wird aufgewärmt sogar besser.

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