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Der heilige Nikolaus im Bischofsgewand mit Stab und Sack im Schnee vor einem Haus, davor ein gefüllter Stiefel
Illustration

6. Dezember · Stiefel putzen am Abend davor

Nikolaustag 2026: Wann ist Nikolaus, was kommt in den Stiefel und wer ist Knecht Ruprecht?

Am Abend des 5. Dezember putzen Kinder ihren Stiefel und stellen ihn vor die Tür; am Morgen des 6. Dezember liegen Nüsse, Mandarinen und Schokolade darin. Hier steht, wann der Nikolaustag 2026 ist, wer der heilige Nikolaus war, was in den Stiefel kommt, wie sich Nikolaus vom Weihnachtsmann unterscheidet und wer Knecht Ruprecht und der Krampus sind.

Alles zum 6. Dezember · geprüft im Oktober 2026 · Quellen: Wikipedia (Nikolaustag, Nikolaus von Myra), Heiligenlexikon

bis Nikolaustag

Wann ist Nikolaustag 2026?

Der Nikolaustag ist jedes Jahr am 6. Dezember, dem Gedenktag des heiligen Nikolaus von Myra. 2026 fällt er auf einen Sonntag. Der Stiefel kommt am Samstagabend, 5. Dezember, vor die Tür.

Ein gesetzlicher Feiertag ist der Nikolaustag in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht: Schulen, Kitas und Büros haben normal geöffnet, wenn er auf einen Werktag fällt. Viele Kitas, Schulen und Vereine feiern ihn trotzdem mit einem Besuch oder einer kleinen Überraschung.

Wer war der heilige Nikolaus?

Nikolaus war im 4. Jahrhundert Bischof von Myra in Lykien, im Südwesten der heutigen Türkei. Seine Lebensdaten sind nicht gesichert; als Gedenktag gilt der 6. Dezember. Er ist Schutzpatron der Kinder, der Seeleute und der Kaufleute.

Am bekanntesten ist die Legende von den drei Töchtern eines verarmten Mannes: Nikolaus warf heimlich Gold in ihr Haus, damit sie eine Mitgift hatten. Daraus entstand der Brauch, Kinder heimlich zu beschenken.

Der Nikolaus im Bischofsgewand mit Mitra und Bischofsstab auf dem Weihnachtsmarkt in HofFoto: PantheraLeo1359531 · CC BY-SA 4.0

Stiefel, Schuh oder Teller: Wie funktioniert der Brauch?

Am Abend des 5. Dezember putzen Kinder einen Stiefel oder Schuh und stellen ihn vor die Haustür, vor die Kinderzimmertür oder an das Fenster. In der Nacht füllt „der Nikolaus“ ihn, am Morgen des 6. Dezember wird nachgesehen. Wer keinen Stiefel hat, stellt einen Teller oder einen Strumpf hin.

Manche Familien bekommen Besuch von einem verkleideten Nikolaus im Bischofsgewand, der aus einem Buch lobt und ermahnt und einen Sack mit Gaben dalässt. Viele Gemeinden, Kitas und Vereine organisieren solche Besuche; den Termin legt man oft schon im November fest.

Nikolausbesuch in den 1970er-Jahren: der Nikolaus im Bischofsgewand überreicht einer Familie eine Tüte mit GabenFoto: unbekannt; Rhein-Museum Koblenz · CC BY 4.0

Was kommt in den Nikolausstiefel?

Klassisch sind Erdnüsse, Walnüsse und Haselnüsse, Mandarinen oder Orangen, ein Apfel, ein Schokoladen-Nikolaus, Lebkuchen und Spekulatius. Das Ganze soll klein bleiben: ein Vorgeschmack auf Weihnachten, kein zweites Weihnachtsfest.

Für kleine Kinder passen ein Bilderbuch, Aufkleber, Buntstifte oder warme Socken dazu; Jugendliche freuen sich über gute Schokolade, eine Tasse oder einen kleinen Gutschein. Wer pädagogisch kleine Botschaften mag, legt einen handgeschriebenen Zettel „vom Nikolaus“ dazu.

Früher bekamen unartige Kinder eine Rute statt der Süßigkeiten. Heute ist das meist ein Scherz, oft ein Zweig oder ein Stück Lakritz obenauf.

Ein Lederstiefel gefüllt mit Apfel, Mandarine, Walnüssen, Gewürzgebäck und einem Schokoladen-NikolausFoto: HerzenSterneBrezeln · CC BY-SA 4.0

Nikolaus oder Weihnachtsmann: Was ist der Unterschied?

Der Nikolaus ist ein Heiliger und Bischof: Er trägt Mitra, Bischofsstab und ein goldenes Buch und kommt am 6. Dezember. Der Weihnachtsmann in rotem Mantel mit Mütze ist eine spätere, vor allem kommerziell geprägte Figur, die an Weihnachten beschenkt und aus dem englischsprachigen Santa Claus hervorging.

Die Reformation verlagerte das Schenken in vielen evangelischen Gegenden vom 6. Dezember auf den Heiligabend; dort brachte das Christkind oder später der Weihnachtsmann die Gaben. Deshalb gibt es in manchen Familien beides: Stiefel am 6. Dezember, Bescherung am 24.

Knecht Ruprecht, Krampus und Co.: Wer begleitet den Nikolaus?

In Norddeutschland und vielen evangelischen Gegenden ist der Begleiter Knecht Ruprecht: ein strenger Gehilfe im dunklen Mantel mit Rute und Sack. In Bayern, Österreich und den Alpenregionen ist es der Krampus, eine gehörnte, angsteinflößende Gestalt mit Ketten und Glocken.

Der Nikolaus lobt, der Begleiter steht für die Mahnung. Wer Kinder nicht erschrecken möchte, lässt den Begleiter weg: Viele Nikolausbesuche kommen heute ohne ihn aus. Mehr über den Krampus-Brauch steht auf unserer Krampus-Seite.

Nikolaus in Österreich, der Schweiz und den Nachbarländern

In Österreich gehören Nikolaus und Krampus zusammen; am 5. Dezember ziehen vielerorts Krampusläufe durch die Orte. In der Schweiz heißt der Brauch Samichlaus, mit dem Schmutzli als Begleiter; Kinder bekommen am 6. Dezember Nüsse, Mandarinen und Lebkuchen im Jutesack. In den Niederlanden und Belgien kommt Sinterklaas schon am 5. Dezember mit seinen Helfern.

In Polen („Mikołajki“), Ungarn („Mikulás“), Tschechien und der Slowakei („Mikuláš“) und Kroatien („Sveti Nikola“) kennt man ähnliche Bräuche rund um den 6. Dezember.

Häufige Fragen

Wann ist Nikolaustag 2026?
Am 6. Dezember 2026, einem Sonntag. Der Stiefel wird am Abend des 5. Dezember (Samstag) vor die Tür gestellt.
Was kommt in den Nikolausstiefel?
Nüsse, Mandarinen oder Orangen, ein Apfel, Schokolade (oft ein Schokoladen-Nikolaus), Lebkuchen und Spekulatius. Für kleine Kinder passen dazu ein Bilderbuch oder Buntstifte.
Wann stellt man den Stiefel vor die Tür?
Am Abend des 5. Dezember, geputzt. Am Morgen des 6. Dezember liegen die Gaben darin.
Was ist der Unterschied zwischen Nikolaus und Weihnachtsmann?
Der Nikolaus ist der heilige Bischof von Myra und kommt am 6. Dezember, im Bischofsgewand mit Stab und Buch. Der Weihnachtsmann im roten Mantel ist eine spätere, kommerziell geprägte Figur, die an Weihnachten beschenkt.
Wer ist Knecht Ruprecht?
Der strenge Begleiter des Nikolaus in Norddeutschland und vielen evangelischen Gegenden, mit Rute und Sack. In Bayern und Österreich übernimmt der Krampus diese Rolle.
Ist der Nikolaustag ein Feiertag?
Nein, in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der 6. Dezember kein gesetzlicher Feiertag. Schulen und Büros sind geöffnet, wenn er auf einen Werktag fällt.