Weihnachtskekse
Weiche Lebkuchen zum Ausstechen
Weiche Honiglebkuchen aus Roggenmehl zum Ausstechen und Verzieren: Der Teig rastet über Nacht, wird nicht zu dünn ausgerollt und nur kurz gebacken. Aus dem Backrohr kommen sie noch weich, in der Keksdose mit einem Stück Apfel bleiben sie es.
- Gesamt
- 13 Std. 10 Min.
- Vorbereitung
- 40 Min.
- Ergibt
- 2 bis 3 Bleche, je nach Größe der Ausstecher
- Schwierigkeit
- leicht (Teig am Vortag)
Zahlen geprüft im Oktober 2026. Adaption traditioneller Rezepte, mit eigenen Worten aufgeschrieben und mit veröffentlichten österreichischen Rezepten verglichen. Jedes Backrohr ist anders: lieber zu früh als zu spät herausnehmen.

Zutaten
- Teig
- 500 gRoggenmehl Type 960, oder halb Roggen-, halb glattes Weizenmehl
- 200 gHonig, die Rezepte nehmen 150 bis 250 g
- 120 gZucker oder Staubzucker, 100 bis 150 g
- 75 gButter, 50 bis 100 g
- 2Eier
- 2 ELLebkuchengewürz
- 1 TLNatron
- 1 ELKakao, für die dunklere Farbe, nach Belieben
- Zum Bestreichen
- 1Ei mit einem Schuss Milch
- Glasur
- 1Eiklar
- 250 gStaubzucker, gesiebt
Zubereitung
- 1
Honig mit Zucker und Butter leicht erwärmen, bis alles flüssig ist, und lauwarm abkühlen lassen.
- 2
Mehl mit Lebkuchengewürz, Natron und Kakao mischen. Honigmasse und Eier dazugeben und zu einem festen, glatten Teig kneten. Ist er zu fest, einen Esslöffel Wasser oder Milch dazugeben.
- 3
Den Teig gut einwickeln und über Nacht, besser einen ganzen Tag, im Kühlschrank rasten lassen.
- 4
Den Teig auf bemehlter Fläche 5 mm bis 1 cm dick ausrollen, nicht dünner, und ausstechen.
- 5
Die Lebkuchen mit verquirltem Ei und Milch bestreichen und im vorgeheizten Backrohr bei 180 °C Ober- und Unterhitze 10 bis 12 Minuten oder bei 170 °C Heißluft etwa 8 Minuten backen. Sie sollen hell und noch weich sein.
- 6
Auf einem Gitter auskühlen lassen. Für die Glasur Eiklar mit dem gesiebten Staubzucker glatt rühren, in einen Gefrierbeutel füllen, eine kleine Ecke abschneiden und verzieren.
Was oft schiefgeht
Probleme, die Köche, Leser und Rezeptseiten immer wieder beschreiben, und was dagegen hilft.
- Die Lebkuchen sind hart
- Zu dünn ausgerollt oder zu lange gebacken. 5 mm bis 1 cm dick lassen und herausnehmen, solange sie weich sind; dann mit einem Stück Apfel in die Dose.
- Der Teig ist zu fest zum Ausrollen
- Einen Esslöffel Wasser oder Milch einkneten und den Teig kurz bei Raumtemperatur stehen lassen.
- Die Glasur bricht ab
- Erst auf ganz ausgekühlten Lebkuchen verzieren und die Glasur vollständig trocknen lassen, bevor sie in die Dose kommen.
Varianten und Streitfragen
Jede Familie macht es ein bisschen anders. Die häufigsten Unterschiede und woher sie kommen.
Mit Natron oder Hirschhornsalz
Die meisten Hausrezepte nehmen Natron. Traditionelle Lebzelter-Rezepte arbeiten mit Hirschhornsalz und Pottasche und lassen den Teig länger rasten.
Nur Roggenmehl oder gemischt
Reines Roggenmehl gibt kräftige, dunkle Lebkuchen; halb Weizenmehl macht sie heller und leichter zu verarbeiten.
Zeitplan für den Advent
Anfang Dezember
Lebkuchengewürz, Roggenmehl und Honig besorgen.
Am Vortag
Teig kneten und über Nacht im Kühlschrank rasten lassen.
Backtag
Ausrollen, ausstechen, bestreichen, backen und auskühlen lassen.
Ein, zwei Tage später
Verzieren, Glasur trocknen lassen und mit einem Stück Apfel in die Dose geben.
Woran du erkennst, dass sie fertig sind
Die Lebkuchen sind hell, an der Oberfläche fest, aber auf Druck noch weich. Dunkle Ränder heißen: zu lange gebacken, dann werden sie hart.
Hinweis
Die Glasur ist aus rohem Eiklar: für Kleinkinder, Schwangere und ältere Menschen pasteurisiertes Eiklar verwenden.
Was du vorbereiten kannst
Den Teig am Vortag machen. Gebackene Lebkuchen halten in der Dose mehrere Wochen und schmecken nach ein paar Tagen sogar besser.
Aufbewahren und Einfrieren
Kühl, trocken und luftdicht in einer Blechdose. Ein Stück Apfel in der Dose hält sie weich; den Apfel regelmäßig wechseln.
Tipps
- Nicht zu dünn ausrollen: Dünne Lebkuchen werden hart.
- Aus dem Backrohr nehmen, solange sie noch weich sind. Sie ziehen beim Auskühlen nach.
- Traditionelle Rezepte nehmen statt Natron Hirschhornsalz und Pottasche. Die beiden getrennt auflösen, sonst verlieren sie die Wirkung.
Allergene
- Gluten (Roggen, Weizen)
- Ei
- Milch (Butter)
Bitte immer die Etiketten der gekauften Zutaten prüfen.
Häufige Fragen
Wie lange muss Lebkuchenteig rasten?
Die meisten Rezepte lassen ihn über Nacht oder 12 bis 24 Stunden im Kühlschrank rasten. Dann lässt er sich gut ausrollen und die Gewürze entfalten sich.
Wie werden Lebkuchen weich?
Durch Honig und Eier im Teig, nicht zu dünnes Ausrollen und kurzes Backen. In der Dose hilft ein Stück Apfel, das man regelmäßig wechselt.
Bei welcher Temperatur backt man Lebkuchen?
Bei 180 °C Ober- und Unterhitze 10 bis 12 Minuten oder bei 170 °C Heißluft etwa 8 Minuten, je nach Größe. Sie sollen hell bleiben.
Welches Mehl für Lebkuchen?
In Österreich meist Roggenmehl Type 960, das entspricht in Deutschland Type 1150. Viele mischen halb Roggen-, halb glattes Weizenmehl.
Wie lange sind Lebkuchen haltbar?
Luftdicht in der Blechdose mehrere Wochen. Nach ein paar Tagen schmecken sie oft besser, weil sich die Gewürze verbinden.
Woher die Zahlen kommen
Mengen, Zeiten und Temperaturen haben wir mit mindestens zwei veröffentlichten Rezepten abgeglichen: